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Teufel sind eigentlich die Huthis? Eric Margolis
Die Huthis sind ein kleiner Stamm im bergigen Norden des Jemen; sie lieben ihre eigenwillige zaiditische Strömung des militanten Islam, hängen an ihren Waffen und kauen für ihr Leben gern die berauschende Khat-Pflanze. Ich schloss mich den Huthis in den wilden Bergen des Jemen an, um ihre Kriege zu verfolgen und gemeinsam mit ihnen Khat zu kauen. Huthis streiten für ihr Leben gern, rauchen Gras und wehren Eindringlinge ab. Sie leben in einer der wildesten und unwirtlichsten Regionen unseres Planeten so trostlos und trocken, dass selbst die dortigen Kamele mürrisch und gereizt sind. Das Hochland ist bevölkert von zerstrittenen Stämmen, die sich selbst als echte Muslime bezeichnen, während sie ihre Nachbarn als schlechte Muslime beschimpfen. Fremde sind nicht willkommen es sei denn, sie bringen Tabak und Munition mit. Die Huthis sind ihren sunnitischen Nachbarn alles andere als wohlgesonnen. Sie hegen einen tiefen Groll gegen ihre saudi-arabischen Nachbarn, die ihrerseits auf die Jemeniten als ungebildete Bergräuber herabsehen. In dieses brodelnde Gemisch aus nachbarschaftlichen Feindseligkeiten mischten sich die Saudis ein. Lange Zeit als ungebildete Beduinen-Hinterwäldler belächelt, beschlossen die zunehmend wohlhabenden Saudis, zur Regionalmacht aufzusteigen. Eines ihrer ersten Ziele waren die Huthis hoch oben in den arabischen Bergen. Saudi-Arabien stand vor einem strategischen Problem. Die Herrscher trauen ihrer eigenen kleinen, schwachen Armee nicht. Sie fürchten einen Putsch, wie er in den meisten arabischen Staaten an der Tagesordnung ist. Deshalb unterhalten die Saudis eine zweite Beduinen-Truppe, die sogenannte Weiße Armee im Grunde nichts anderes als ein glorifiziertes Kamelkorps. Früher mieteten die Saudis eine 15.000 Mann starke Division der pakistanischen Elitearmee an, um ihre Ölfelder vor begehrlichen Nachbarn zu schützen. Derzeit laufen erneut Gespräche zwischen Islamabad und den Saudis über die Aufstellung einer neuen pakistanischen Söldnertruppe. Im Jahr 2018 begann Saudi-Arabien eine massive Luftangriffskampagne gegen alle erreichbaren Ziele der Huthis. Die Kampfflugzeuge stammten aus Großbritannien. Die Piloten waren größtenteils Söldner aus den USA und Großbritannien. Ähnlich wie bei der aktuellen US-Luftangriffskampagne gegen den Iran waren die Ergebnisse jedoch dürftig. Die Angriffe machten viele Huthis rasend vor Wut. Berichten zufolge kamen 10.000 Huthis ums Leben. Schließlich beschloss eine Gruppe von Huthi-Kämpfern, Saudi-Arabien anzugreifen. Die jemenitischen Huthis feuerten Salven von Mittelstreckenraketen auf saudische Militärstützpunkte und Ölfelder ab. Gleichzeitig begannen die Huthis, die einzige Schifffahrtsroute aus dem Roten Meer heraus die Bab-el-Mandeb-Straße zu blockieren. Zusammen mit der anhaltenden Sperre der Straße von Hormus versetzte die Blockade von Bab el-Mandeb ( Tor der Tränen) die weltweiten Ölmärkte und Schifffahrtswege in Panik. Die Blockade durch die Huthis und die Sperre der Straße von Hormus durch den Iran führten zu einem massiven Anstieg der Öl- und Dieselpreise. Die Amerikaner waren empört, insbesondere die Lkw-Fahrer und Landwirte, die Trumps Wählerbasis bildeten. Das Credo der amerikanischen Rechten lautet nach wie vor: Gott, Waffen und Benzin. Alle drei sind heilig. Die Saudis drängen nun die USA, Großbritannien, Israel und Pakistan dazu, gegen die Huthis vorzugehen. Jedem, der diese frechen Stammeskrieger in die Schranken weist, werden hohe Geldsummen in Aussicht gestellt. Trump jedenfalls fürchtet einen weiteren kleinen Krieg. Und das zu Recht. Interessanterweise sind die ansonsten kaum bekannten Huthis die einzige arabische Gruppierung, die bereit ist, Vergeltung an Israel für dessen brutales Vorgehen gegen die Palästinenser zu üben. Die mächtigen muslimischen Staaten Ägypten, Pakistan und die Türkei haben Angst vor Israel und scheren sich einen Dreck um die Palästinenser. Ehre und Stolz der muslimischen Welt liegen also in den Händen eines Haufens zusammengewürfelter, haschischrauchender Gebirgsbanditen. Viele Muslime würden es begrüßen, wenn sie den hochnäsigen Saudis einen ordentlichen Denkzettel verpassten. Unterdessen schleusen die Ägypter heimlich wieder Truppen in den Jemen natürlich finanziert von den Saudis. |
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| erschienen am 4. September 2026 auf > Eric Margolis' Website > Artikel | |||
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