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| Der große
Rückzug aus Deutschland William Astore
Aus dem Pentagon erreicht uns die Nachricht, dass der große Rückzug aus Deutschland begonnen hat. Fünftausend US-Soldaten werden auf Wunsch eines trotzigen Präsidenten abgezogen, der Kritik an seinem verheerenden, selbstgewählten Krieg gegen den Iran nicht ertragen kann. (Wobei es vielleicht gar kein selbstgewählter Krieg war, denn sein Oberbefehlshaber Bibi Netanjahu hat ihm offenbar keine Wahl gelassen.) Auch Spanien und Italien haben Trump verärgert. Trump selbst sagte: Italien war uns keine Hilfe, und Spanien war schrecklich, absolut schrecklich. Und auch Dänemark könnte man hier erwähnen, da es sich weigert, Grönland abzutreten. Es ist mit weiteren US-Truppenabzügen als Strafe zu rechnen. Und wäre das nicht wunderbar! Das US-Imperium, um es mit den Worten meiner klügeren Frau von heute zu sagen, hat einfach zu viele Finger im Spiel. All diese Auslandsstützpunkte (750 oder mehr), all diese Truppenverlegungen ins Ausland wozu brauchen wir das alles eigentlich? Vielleicht hatte ein so umfangreiches Netz von Auslandsstützpunkten während des Kalten Krieges eine gewisse strategische Logik, um die sowjetische Expansion einzudämmen. Doch seit 1991 sind die meisten dieser Stützpunkte strategisch kaum noch sinnvoll. Wie bei Topsy sind sie einfach immer weiter gewachsen. Ein unkontrolliertes US-Imperium zeichnet sich durch einen zunehmend ungezügelten militärisch-industriellen Komplex aus, der im Geld schwimmt. Das ist keine gute Entwicklung. Der Komplex ist geld- und machttrunken; zukünftige Katastrophen sind vorprogrammiert. Paradoxerweise müssen wir, wenn Amerika eine stärkere und vernünftigere nationale Verteidigung will, den Kriegshaushalt des Imperiums drastisch kürzen. Dem Imperium noch mehr Geld und noch mehr Macht zu geben, ist ein Rezept für fortwährendes Scheitern im größten Ausmaß. Ich mag den Spruch nicht, aber manchmal ist weniger wirklich mehr. Weniger Militärausgaben bedeuten mehr Sicherheit hier in den USA und weltweit. Meine Botschaft an die Staats- und Regierungschefs: Wenn Sie US-Militärbasen in Ihrem Land haben, bitte ich Sie inständig, Trump zu provozieren und zu verärgern. Das könnte der effektivste Weg sein, das US-Imperium zu verkleinern und die Truppen nach Hause zu holen. |
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| erschienen am 2. Mai 2026 auf > Antiwar.com > Artikel, Original auf Bill Astore´s > BRACING VIEWS | ||||||||||||||
| Archiv > Artikel von William Astore auf antikrieg.com | ||||||||||||||
| William J. Astore ist Oberstleutnant im Ruhestand (USAF), Geschichteprofessor und Senior Fellow des Eisenhower Media Network (EMN), einer Organisation kritischer Veteranen aus den Bereichen Militär und nationale Sicherheit. | ||||||||||||||
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