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Der Präsident von Uganda behauptet, dass die Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika nicht kämpfen werden

Die ‚Berater’ der Vereinigten Staaten von Amerika sind nicht dafür gedacht, direkt in Kämpfe verwickelt zu werden

Jason Ditz

In einer Pressekonferenz am heutigen Tag versuchte der Präsident von Uganda Yoweri Museveni den Einsatz von Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika im Land herunterzuspielen, indem er darauf bestand, dass die Soldaten nicht dazu da sind, um sich an Kampfhandlungen zu beteiligen, und dass diese in den Medien gar nicht als „Soldaten“ bezeichnet werden sollten.

„Wir werden niemals Soldaten haben, die zu uns kommen, um für uns zu kämpfen,“ sagte Museveni. In der Tat behaupteten die Vereinigten Staaten von Amerika, die Soldaten seien nur „Berater“ und würden nur „zur Selbstverteidigung“ kämpfen. Minister seiner Regierung sagten, dieser Einsatz sei wesentlich für den anhaltenden Krieg gegen die LRA (Lord´s Resistance Army - Widerstandsarmee des Herrn).

Bei den Soldaten der Vereinigten Staaten vcon Amerika, von denen sich bereits einige im Land befinden, handelt es sich jedoch um spezielle Einsatzkräfte, die sich selten aus direkten Kampfhandlungen herausgehalten haben. Es ist wohl unrealistisch anzunehmen, dass Amerika seine kampferfahrensten Streitkräfte in ein Gebiet schickt und ihnen sagt, sie sollen nicht kämpfen.

In der Tat ist historisch betrachtet der Gebrauch von Spezialeinsatzkräften als „Berater“ in der ersten Phase eines eskalierenden militärischen Einsatzes gut dokumentiert. Sogar größere Kriege wie der Krieg gegen Vietnam begannen ursprünglich mit einer kleinen Anzahl von derartigen Beratern, die in einer Rolle eingesetzt wurden, welche „nicht kämpferisch“ sein sollte.

 
     
  erschienen am 16. Oktober 2011 auf > www.antiwar.com > Artikel  
  Einige interessante Dinge über die Rolle der Vereinigten Staaten von Amerika und ihres alten Freundes Yoweri Museveni erfahren Sie in:  
  > Robin Philpot: Ruanda 1994 - der Kolonialismus stirbt langsam.  
  Ich habe dieses Buch seinerzeit übersetzt und halte es nach wie vor für das Buch, das am ehesten vermittelt, mit welchen widerwärtigen Interventionen des Westens die Menschen in Afrika terrorisiert werden. In Kapitel 8 wird der Rassismus behandelt, der nach wie vor die Vorstellungen und natürlich die Berichterstattung über Afrika wesentlich beeinflusst.  
  Hier ein Satz zum Andocken:

„Wir haben einfach gesagt, dass Kultur wichtiger ist als Politik, und dass der Sklavenhandel in erster Linie durch die kulturelle Geringschätzung erklärt werden konnte.“

Léopold Sédar Senghor, On the Origins of Negritude.

 
     
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